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So funktioniert ein smartes Teleskop

Ein smartes Teleskop ist ein kleines Teleskop, eine Kamera und ein Computer in einem Gehäuse. Es erkennt die Sterne, um zu wissen, wohin es zeigt, fährt das gewählte Objekt an, führt nach und addiert viele kurze Belichtungen zu einem sauberen Bild, das auf deinem Smartphone erscheint.

Die Teile im Gehäuse

Wo ein klassischer Aufbau ein Teleskop, eine Montierung, eine Kamera, einen Laptop und jede Menge Kabel braucht, steckt bei einem smarten Teleskop alles in einem Gehäuse. Die App auf deinem Smartphone oder Tablet ist nur Bildschirm und Fernbedienung. Die eigentliche Arbeit passiert im Teleskop selbst.

Der Lichtweg, Schritt für Schritt

NachthimmelLinse (Refraktor)Filter (optional)KamerasensorEingebauter ComputerLichtMotorisierte MontierungApp auf deinem Smartphone oder TabletWLAN

Das Licht vom Himmel fällt durch die Linse und einen optionalen Filter auf den Kamerasensor. Der eingebaute Computer stackt die Aufnahmen, steuert die Montierung und schickt das Ergebnis per WLAN an dein Smartphone.

Woher es weiß, wohin es zeigt

Du musst es nicht von Hand an Sternen ausrichten. Das Teleskop macht ein Bild, misst das Muster der Sterne darin und vergleicht es mit einem Sternkatalog. Das nennt sich Plate Solving, und nach wenigen Sekunden weiß es genau, welchen Himmelsausschnitt es vor sich hat. Mit GPS oder dem Standort deines Smartphones kann es dann jedes gewünschte Objekt anfahren.

Dem Himmel folgen

Der Himmel dreht sich einmal am Tag, deshalb wandert ein Objekt innerhalb von Minuten aus dem Bild. Die Motoren halten das Teleskop auf dem Ziel. Weil die meisten smarten Teleskope eine azimutale statt einer äquatorialen Montierung nutzen, dreht sich das Bild im Lauf der Nacht langsam (Bildfeldrotation). Die Software dreht jede Aufnahme vor dem Stacken zurück. Deshalb können die Ränder nach einer langen Session leicht beschnitten wirken.

Aus vielen kurzen Belichtungen wird ein Foto

Eine einzelne Belichtung von 10 bis 30 Sekunden zeigt nur die hellsten Teile eines Nebels, versteckt im Rauschen. Das Teleskop belichtet immer weiter, richtet jede Aufnahme an den Sternen aus und mittelt sie. Das ist Live Stacking. Das Rauschen mittelt sich heraus, während das schwache Objekt bleibt, und so wird das Bild auf deinem Bildschirm Minute für Minute besser.

Am Ende kannst du das gestackte Bild speichern und bei den meisten Modellen auch die Einzelaufnahmen, um sie später selbst zu bearbeiten.

Was es gut kann und was nicht

Ihre Stärken haben smarte Teleskope bei Nebeln, Galaxien und Sternhaufen, also bei Objekten, die lange Belichtungen brauchen. Durch ihre kleine Öffnung und kurze Brennweite wirken Planeten klein, und die meisten sind nicht dafür gemacht, mit dem Auge hindurchzuschauen. Das native Bildfeld entscheidet, welche Objekte hineinpassen. Deshalb vergleichen wir jedes Modell danach.

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